Vokabular am Tisch
Schafkopf-Begriffe von A bis Z
Von Augen bis Wenz: Dieses Glossar erklärt Regeln, Spielarten, Strategiebegriffe und regionale Ausdrücke. Begriffe, die nicht überall gleich verwendet werden, sind ausdrücklich gekennzeichnet.
Regelbegriffe klar erklärt
Kurze Definitionen mit Verweis auf die passende Regelseite.
Regionale Namen gekennzeichnet
Örtliche Ausdrücke bleiben sichtbar, ohne allgemein zu klingen.
Synonyme verknüpft
Sauspiel führt zu Rufspiel, Kontra zu Stoß, Farbsolo zu Solo.
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Regelbegriffe folgen dem auf Schafkopfzeit verwendeten Regelwerk. Strategieausdrücke beschreiben Spielideen, keine verpflichtenden Regeln.
Regionale Wörter können örtlich eine andere Bedeutung besitzen. Auf den Regelseiten werden möglichst eindeutige Bezeichnungen aus Farbe und Kartenwert verwendet.
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Wie dieses Glossar arbeitet
Bestandteil des verbindlichen Regelkerns, etwa Bedienpflicht oder Ruf-Sau.
Reguläres Spiel oder höhere Spielform, etwa Wenz, Solo oder Tout.
Beschreibt eine Spielidee, etwa Schmieren oder Übergang. Keine verpflichtende Handlung.
Gilt nur, wenn die Runde sie vorher vereinbart, etwa Ramsch oder Bockrunde.
Örtlich oder gruppenspezifisch verwendeter Ausdruck. Bedeutung kann abweichen.
Alternative Bezeichnung für denselben oder einen sehr ähnlichen Begriff. Bevorzugter Hauptbegriff wird sichtbar genannt.
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98 Treffer
A
Abheben
Der Spieler rechts vom Geber hebt nach dem Mischen ab. Bestandteil der Spielvorbereitung.
Abwerfen
Beliebige Karte einer anderen Farbe zugeben, wenn die angespielte Farbe oder Trumpf nicht bedient werden kann. Nicht mit einem Bedienfehler zu verwechseln.
Verwandt: Bedienen, Bedienpflicht
Augen
Zählwert einer Karte. Alle Augen im Blatt ergeben zusammen 120.
Ausspielen
Die erste Karte eines Stichs legen.
Verwandt: Ausspieler, Stich
Ausspieler
Spieler, der den aktuellen Stich eröffnet. Der Gewinner eines Stichs spielt den nächsten aus.
B
Bedienen
Die vorgeschriebene Farbe oder Trumpf zugeben, sofern man sie besitzt.
Verwandt: Bedienpflicht
Bedienpflicht
Farbe bedient Farbe, Trumpf bedient Trumpf. Es gibt keine Stich- oder Überstechpflicht.
Verwandt: Stechen, Überstechen
Bettel
Optionale regionale Spielart. Regeln müssen vor Spielbeginn vereinbart werden. Nicht im Standardspielkatalog von Schafkopfzeit.
Nur nach vorheriger Vereinbarung.
Blatt
Je nach Zusammenhang der vollständige Kartensatz mit 32 Karten oder die acht Karten, die ein Spieler auf der Hand hat.
Verwandt: Lange Karte, Kurze Karte
Bockrunde
Vereinbarte Runde mit veränderter Abrechnung. Tischregel, keine allgemeine Pflicht.
Bumbs
Regionaler Name für die Schellen-Sau. Weitere örtliche Namen möglich.
Auch: Bumpe
Regionaler Kartenname, nicht überall gebräuchlich.
Bumpe
Weitere regionale Bezeichnung für die Schellen-Sau.
Auch: Bumbs
Regionaler Kartenname, nicht überall gebräuchlich.
D
Davonlaufen
Nur der gerufene Partner darf davonlaufen: Er besitzt mindestens vier Karten der Ruffarbe einschließlich Ruf-Sau und spielt eine kleine Karte der Ruffarbe selbst aus, statt die Sau zuzugeben.
Der Alte
Regional beziehungsweise umgangssprachlich der Eichel-Ober. Beim Rufspiel und Solo höchster Trumpf.
Nicht überall gebräuchlich.
Der Blaue
Regional der Gras-Ober.
Nicht überall gebräuchlich.
Verwandt: Die Blaue
Der Bucklige
Regional der Schellen-Ober.
Nicht überall gebräuchlich.
Der Rote
Regional der Herz-Ober.
Nicht überall gebräuchlich.
Die Alte
Regional die Eichel-Sau. Nicht mit „der Alte“ (Eichel-Ober) zu verwechseln.
Nicht überall gebräuchlich.
Die Blaue
Regional die Gras-Sau.
Nicht überall gebräuchlich.
Verwandt: Der Blaue
E
Eichel
Eine der vier Farben im bayerischen Blatt.
Einzelspiel
Ein Spielmacher gegen drei Gegenspieler. Wenz, Farbwenz und Solo sind Einzelspiele.
Endgültige Ansage
Verbindliche Nennung des tatsächlich gespielten Spiels. Danach kann das Spiel weder geändert noch um Tout ergänzt werden.
F
Farbe
Eichel, Gras, Herz oder Schellen. Farbe bezeichnet die aufgedruckte Kartenfamilie und ist nicht gleichbedeutend mit Trumpf.
Verwandt: Trumpf
Farbgeier
Geier mit zusätzlicher Trumpffarbe. Ergänzende Variante.
Farbsolo
Auf Schafkopfzeit verwendete verständliche Bezeichnung für Solo. Einzelspiel mit vier Obern, vier Untern und einer angesagten Trumpffarbe.
Verwandt: Solo, Einzelspiel
Farbwenz
Einzelspiel mit vier Untern und einer angesagten Farbe als Trumpf. Insgesamt elf Trümpfe.
Farbwenz-Tout
Farbwenz mit vorheriger Ankündigung, alle acht Stiche zu gewinnen.
Fehlfarbe
Farbe, von der ein Spieler aktuell keine Farbkarte mehr besitzt und die er später gegebenenfalls stechen kann. Nicht mit einer falsch gespielten Farbe zu verwechseln.
G
Gegenspieler
Spieler der Gegenpartei.
Gegenspielerpartei
Beim Rufspiel zwei, beim Einzelspiel drei Spieler. Gewinnt mit mindestens 60 Augen.
Geier
Spielvariante, bei der die Ober Trumpf sind. Im Anhang des verwendeten Regelwerks behandelt, nicht eines der vier Grundspiele der Website.
Gerufener Partner
Besitzer der gerufenen Sau. Bildet mit dem Spielmacher die Spielerpartei. Der Partner kann zunächst verborgen sein.
Gras
Eine der vier Farben. Regional auch Grün, Blatt oder Laub genannt.
Auch: Grün, Blatt, Laub
Grün, Blatt und Laub sind regionale Alternativnamen.
Grundeinheit
Vereinbarter Wert für Schneider, Schwarz und Laufende im dargestellten verbreiteten Tarifmodell.
Grundpreis
Vereinbarter Ausgangswert für Rufspiel oder Einzelspiel.
H
Herz
Eine der vier Farben. Beim Rufspiel ist Herz die feste Trumpffarbe. In Wenz, Farbwenz und Solo ist Herz nicht automatisch Trumpf.
Hochzeit
Regional unter anderem die Bezeichnung für Eichel-Ober und Gras-Ober zusammen. Nicht als allgemeine Standardansage zu verstehen.
Bedeutung variiert regional.
K
Kartenbild
Grafische Gestaltung eines Kartensatzes, etwa bayerisches oder fränkisches Bild.
Kartenwert
Bezeichnung einer Karte innerhalb ihrer Farbe: Sau, Zehn, König, Ober, Unter, Neun, Acht oder Sieben.
Verwandt: Augen
König
Kartenwert mit vier Augen.
Kontra
Verbreitetes Synonym für Stoß.
Auch: Stoß
Verwandt: Stoß
Kurze Karte
Regionale Variante mit weniger Karten, häufig 24 Karten ohne Siebenen und Achten. Nicht überall gebräuchlich.
Nicht überall gebräuchlich; vor Spielbeginn klären.
L
Lange Farbe
Mehrere Karten derselben Farbe auf der Hand. Strategischer Begriff ohne feste allgemeine Mindestzahl.
Lange Karte
Spiel mit 32 Karten und acht Karten je Spieler. Grundlage aller Erklärungen auf Schafkopfzeit.
Verwandt: Kurze Karte, Blatt
Laufende
Zusammenhängende höchste Trümpfe einer Partei, vom höchsten Trumpf abwärts gezählt.
Verwandt: Mit Laufenden, Ohne Laufende
Leere
Regionaler Sammelbegriff für Karten ohne Augen.
Bedeutung variiert je nach Runde.
Luschen
Regional beziehungsweise umgangssprachlich für augenlose Karten. Kann je nach Runde unterschiedlich verwendet werden.
Bedeutung variiert je nach Runde.
M
Mit Laufenden
Die Spielerpartei besitzt die zusammenhängenden höchsten Trümpfe.
Verwandt: Laufende
N
Nichtser
Regionaler Sammelbegriff für Karten ohne Augen.
Bedeutung variiert je nach Runde.
Null-Augen-Karte
Neun, Acht oder Sieben. Solche Karten zählen keine Augen, können aber einen Stich gewinnen oder Schwarz verhindern.
Verwandt: Schwarz
O
Ober
Kartenwert mit drei Augen. Beim Rufspiel und Solo sind alle vier Ober Trumpf. Beim Wenz zählen die Ober als Farbkarten und stehen zwischen König und Neun. Beim Farbwenz ist nur der Ober der angesagten Trumpffarbe Trumpf, die anderen Ober bleiben Farbkarten. Der Kartenwert bleibt immer Ober, seine Spielrolle hängt von der Spielart ab.
Ohne Laufende
Die Gegenspielerpartei besitzt die zusammenhängenden höchsten Trümpfe. Der Zuschlag ist derselbe wie mit Laufenden.
Verwandt: Laufende
P
Partner
Mitspieler derselben Partei. Beim Rufspiel der gerufene Partner. Nicht mit einem beliebigen Sitznachbarn zu verwechseln.
R
Ramsch
Optionale Spielart für den Fall, dass kein reguläres Spiel zustande kommt. Regeln und Wertung unterscheiden sich regional und müssen vor Spielbeginn vereinbart werden. Ramsch gehört nicht zu den auf Schafkopfzeit verwendeten Standardspielen.
Regional sehr unterschiedlich ausgestaltet.
Re
Regionaler oder an manchen Tischen verwendeter Ausdruck für Retour-Stoß. Nicht der bevorzugte Begriff des verwendeten Regelwerks.
Nicht überall gebräuchlich; das Regelwerk spricht von Retour-Stoß.
Verwandt: Retour-Stoß
Retour
Kurzform beziehungsweise Tischbegriff für Retour-Stoß.
Verwandt: Retour-Stoß
Retour-Stoß
Antwort des Spielmachers oder gerufenen Partners auf einen Stoß. Vervierfacht im verbreiteten Modell den ursprünglichen Betrag.
Ruf-Sau
Vom Spielmacher gerufene Sau. Ihr Besitzer wird Partner. Der Spielmacher darf die Ruf-Sau nicht selbst besitzen.
Verwandt: Rufspiel, Ruffarbe, Gerufener Partner
Ruffarbe
Farbe der gerufenen Sau. Nur Eichel, Gras oder Schellen.
Rufspiel
Partnerspiel mit einer gerufenen Eichel-, Gras- oder Schellen-Sau.
Auch: Sauspiel
Verwandt: Ruf-Sau, Ruffarbe, Gerufener Partner
S
Sau
Kartenwert mit elf Augen. Auf Schafkopfzeit bevorzugter Name; regional auch Ass oder Daus.
Auch: Ass, Daus
Verwandt: Ruf-Sau
Sau suchen
Die Ruffarbe ausspielen, sodass die Ruf-Sau grundsätzlich zugegeben werden muss. Nicht mit Trumpfausspiel zu verwechseln.
Sauspiel
Verbreitete alternative Bezeichnung für Rufspiel.
Auch: Rufspiel
Verwandt: Rufspiel
Schellen
Eine der vier Farben.
Schmieren
Augen in einen voraussichtlich sicheren Stich der eigenen Partei geben. Keine Pflicht.
Schneider
Die Spielerpartei verliert bei höchstens 30 Augen Schneider, die Gegenspielerpartei bei höchstens 29 Augen. Der Tarif erhöht sich.
Schwarz
Die unterlegene Partei hat keinen einzigen Stich. Auch ein Stich mit null Augen verhindert Schwarz.
Sie
Alle vier Ober und alle vier Unter auf einer Hand. Höchstes Spiel im Schafkopf. Der Spielname wird immer großgeschrieben.
Solo
Einzelspiel mit vier Obern, vier Untern und einer angesagten Trumpffarbe. Begriff des Regelwerks; auf Schafkopfzeit zusätzlich Farbsolo genannt, um es klar von Wenz und Farbwenz abzugrenzen.
Auch: Farbsolo
Verwandt: Farbsolo, Einzelspiel
Solo-Tout
Solo mit vorheriger Ankündigung, alle acht Stiche zu gewinnen.
Spatzen
Regionaler beziehungsweise umgangssprachlicher Sammelbegriff für Karten ohne Augen. Verwendung je nach Runde unterschiedlich.
Bedeutung variiert je nach Runde.
Spielabsicht
Erklärung, selbst spielen zu wollen. Spielart, Ruf-Sau oder Trumpffarbe werden dabei noch nicht genannt.
Spielerklärung
Phase, in der reihum weiter oder Spielabsicht erklärt wird.
Spielerpartei
Partei des Spielmachers. Benötigt mindestens 61 Augen. Beim Rufspiel zwei Spieler, beim Einzelspiel nur der Spielmacher selbst.
Spielmacher
Spieler, der das Spiel angesagt hat.
Spielverhandlung
Klärung des Spielrechts zwischen mehreren Interessenten. Die Farbe darf dabei noch nicht verraten werden.
Spritze
Weiteres verbreitetes Synonym für Stoß.
Auch: Stoß
Verwandt: Stoß
Stechen
Einen Stich mit einer höherwertigen Farbkarte oder einem Trumpf übernehmen. Keine Pflicht.
Verwandt: Überstechen, Bedienpflicht
Stich
Vier nacheinander gelegte Karten. Höchster Trumpf gewinnt; ohne Trumpf die höchste Karte der angespielten Farbe.
Stichstapel
Verdeckt abgelegte gewonnene Stiche einer Partei oder eines Spielers.
Stichzwang
Pflicht, einen erreichbaren Stich zu übernehmen. Beim Schafkopf existiert im verwendeten Regelwerk kein Stichzwang.
Stock
Regionales beziehungsweise vereinbartes Abrechnungs- oder Sammelmodell. Bedeutung und Ausgestaltung können variieren; vor Spielbeginn klären.
Ausgestaltung variiert stark.
Stoß
Ansage der Gegenspielerpartei, den Spielwert zu verdoppeln. Bevorzugter Begriff des verwendeten Regelwerks. Der erste Stoß kommt aus der Gegenspielerpartei; der gerufene Partner darf keinen ersten Stoß geben, aber auf einen Stoß mit einem Retour-Stoß antworten. Der Stoß muss erfolgen, bevor die zweite Karte gespielt oder erkennbar geworden ist.
Auch: Kontra, Spritze
Verwandt: Retour-Stoß
T
Tarif
Vor Spielbeginn vereinbarte Abrechnung. Kein allgemein verbindlicher Geldbetrag.
Tout
Zusatz zu Solo, Wenz oder Farbwenz: Alle acht Stiche müssen gewonnen werden. Kein eigenständiges Grundspiel.
Trumpf
Karte, die jede Farbkarte schlägt. Welche Karten Trumpf sind, hängt von der Spielart ab.
Trumpf ziehen
Trumpf ausspielen, um gegnerische Trümpfe zu reduzieren oder die Verteilung sichtbar zu machen. Strategische Möglichkeit, keine Pflicht.
U
Übergang
Karte oder Stichfolge, durch die ein Spieler oder eine Partei wieder ans Ausspiel gelangt.
Überstechen
Die bereits liegende höchste Karte mit einer noch höheren Karte schlagen. Ebenfalls keine Pflicht.
Verwandt: Stechen
Unter
Kartenwert mit zwei Augen. Bei Rufspiel, Wenz, Farbwenz und Solo sind alle vier Unter Trumpf. Beim Rufspiel und Solo stehen sie unter den vier Obern, beim Wenz und Farbwenz bilden sie die vier höchsten Trümpfe. Innerhalb der Unter gilt die Reihenfolge Eichel, Gras, Herz, Schellen.
V
Verliererkarte
Strategische Bezeichnung für eine Karte, die voraussichtlich keinen eigenen Stich gewinnt oder einen Stich gefährdet. Keine feststehende Regelkategorie.
Vorwerfen
Eine Karte spielen, obwohl ein anderer Spieler an der Reihe ist. Regelverletzung, ausgenommen die besondere Behandlung im letzten Stich nach dem verwendeten Regelwerk.
W
Was liegt, das liegt
Eine bereits ausgespielte oder zugegebene Karte wird nicht zurückgenommen.
Weiter
Ein Spieler erklärt, aktuell kein eigenes Spiel zu beanspruchen. Danach kann er nicht wieder in die Verhandlung einsteigen.
Wenz
Einzelspiel, bei dem nur die vier Unter Trumpf sind. Die Ober sind Farbkarten und stehen zwischen König und Neun.
Verwandt: Unter, Ober, Einzelspiel
Wenz-Tout
Wenz mit vorheriger Ankündigung, alle acht Stiche zu gewinnen.
Z
Zehn
Kartenwert mit zehn Augen.
Zugeben
Als zweiter, dritter oder vierter Spieler eine Karte in den laufenden Stich legen.
Häufig verwechselte Begriffe
Solo und Einzelspiel
Solo
konkrete Spielart
Einzelspiel
Oberbegriff für Wenz, Farbwenz und Solo
Tout und Schwarz
Tout
vorher angesagte Verpflichtung, alle Stiche zu gewinnen
Schwarz
nachträglich festgestelltes Ergebnis ohne Gegenstich
Augen und Spielbetrag
Augen
Kartenwerte und Spielergebnis
Spielbetrag
tarifliche Abrechnung
Farbe und Trumpf
Farbe
aufgedrucktes Farbsymbol beziehungsweise Farbgruppe
Trumpf
aktuelle Spielrolle nach der Ansage
Stoß und Spielansage
Stoß
Verdopplung des Betrags
Spielansage
Festlegung der Spielart
Der Alte und die Alte
Der Alte
regional: Eichel-Ober
Die Alte
regional: Eichel-Sau
Regionale Sprache
Schafkopf-Begriffe und Kartennamen unterscheiden sich teilweise zwischen Regionen, Orten und Spielrunden. Regionale Einträge dieses Glossars dokumentieren gebräuchliche Bezeichnungen, beanspruchen aber keine allgemeine Gültigkeit. Im Zweifel Farbe und Kartenwert vollständig nennen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Rufspiel beim Schafkopf?
Ein Partnerspiel, bei dem der Spielmacher eine Sau (Eichel, Gras oder Schellen) ruft. Ihr Besitzer wird der stille Partner.
Sind Rufspiel und Sauspiel dasselbe?
Ja. Sauspiel ist eine verbreitete alternative Bezeichnung für Rufspiel.
Was ist der Unterschied zwischen Solo und Einzelspiel?
Einzelspiel ist der Oberbegriff: Ein Spielmacher spielt gegen drei Gegenspieler. Solo ist eine konkrete Spielart mit vier Obern, vier Untern und einer angesagten Trumpffarbe.
Was bedeutet Davonlaufen?
Der gerufene Partner darf statt der Ruf-Sau eine kleine Karte der Ruffarbe ausspielen, wenn er mindestens vier Karten der Ruffarbe einschließlich Ruf-Sau besitzt.
Was sind Laufende?
Zusammenhängende höchste Trümpfe einer Partei, vom höchsten Trumpf abwärts gezählt.
Was bedeutet Schneider?
Die Spielerpartei ist mit höchstens 30 Augen Schneider, die Gegenspielerpartei mit höchstens 29 Augen. Der Tarif erhöht sich.
Was bedeutet Schwarz?
Die unterlegene Partei hat keinen einzigen Stich gemacht. Ein Stich mit null Augen verhindert Schwarz.
Was ist der Unterschied zwischen Schwarz und null Augen?
Schwarz zählt Stiche, nicht Augen. Wer einen Stich ohne Augen gewinnt, ist nicht Schwarz, weil er einen Stich hat.
Was ist ein Stoß?
Die Ansage der Gegenspielerpartei, den Spielwert zu verdoppeln. Der Stoß muss erfolgen, bevor die zweite Karte gespielt oder erkennbar geworden ist.
Sind Stoß, Kontra und Spritze dasselbe?
Ja. Stoß ist der bevorzugte Begriff des verwendeten Regelwerks; Kontra und Spritze sind gleichbedeutende Bezeichnungen.
Was bedeutet Retour?
Die Antwort des Spielmachers oder gerufenen Partners auf einen Stoß. Sie vervierfacht im verbreiteten Modell den ursprünglichen Betrag.
Was ist eine Ruf-Sau?
Die vom Spielmacher gerufene Sau. Ihr Besitzer wird Partner. Der Spielmacher darf die Ruf-Sau nicht selbst besitzen.
Wie sucht man die Ruf-Sau?
Indem die Ruffarbe ausgespielt wird. Der Besitzer der Ruf-Sau muss sie dann grundsätzlich zugeben.
Was bedeutet Schmieren?
Dem Partner Augen, meist Sau oder Zehn, in einen voraussichtlich sicheren Stich geben. Keine Pflicht.
Was ist eine Fehlfarbe?
Eine Farbe, von der ein Spieler keine Karte mehr besitzt und die er später gegebenenfalls stechen kann.
Welche Karte heißt „der Alte“?
Regional der Eichel-Ober. Nicht überall gebräuchlich.
Was ist der Unterschied zwischen „der Alte“ und „die Alte“?
„Der Alte“ meint regional den Eichel-Ober, „die Alte“ die Eichel-Sau. Beide Bezeichnungen sind regional und nicht überall gebräuchlich.
Was bedeutet „die Blaue“?
Regional die Gras-Sau. Nicht überall gebräuchlich.
Was ist ein Sie?
Alle vier Ober und alle vier Unter auf einer Hand. Höchstes Spiel im Schafkopf.
Ist Ramsch eine Standardspielart?
Nein. Ramsch ist eine optionale Spielart, deren Regeln vor Spielbeginn vereinbart werden müssen. Er gehört nicht zu den Standardspielen auf Schafkopfzeit.
„Schafkopf hat eine klare Regelsprache und zugleich eine lebendige regionale Tischsprache. Wer beides trennt, versteht Regeln, Erzählungen und Mitspieler deutlich leichter."